Schreibstube

Chopin_Klavier_Roman PräludiumMusik spielt in meinem Leben eine wichtige Rolle. Neben dem Schreiben ist sie meine große Leidenschaft. Es kann also nicht verwundern, dass sie in meinen Geschichten hier und da aufblitzt oder sogar mehr als das. „Präludium“ zum Beispiel baut auf den 24 Präludien von Frédéric Chopin auf, der Partitur selbst kommt im Roman eine zentrale Bedeutung zu.

In meinem neuesten Werk „Der Bund der Zwölf“ gehe ich einen Schritt weiter. Hier dreht sich tatsächlich alles um die Musik. Außerdem ist es mein erster Roman, der nicht in der Zukunft, sondern in der Vergangenheit spielt, nämlich im Paris der 20er Jahre. Einige Geschehnisse aus der damaligen Zeit habe ich in meine Geschichte einfließen lassen. Meine wichtigste Quelle war die Petit Journal Illustré, eine Pariser Tageszeitung, die von 1863 bis 1944 erschien. Überhaupt war diese Epoche in Paris bunt und teilweise sehr skurril. Nach dem ersten Weltkrieg dürstete es den Menschen nach jedmöglicher Ablenkung, während sich die Gesellschaft wandelte und der Jazz für Furore sorgte. Weiße Musiker malten sich schwarz an, um ein Engagement zu bekommen. MusikerSchwarze Boxer kauften sich Schlagzeuge, um damit zusätzlich Geld zu verdienen, obwohl sie nicht spielen konnten. Ziegenhirte gingen mit ihren Tieren die Boulevards auf- und ab, um amerikanischen Touristen frische Ziegenmilch anzubieten … Mehr Inspiration geht nicht!

Dank des hervorragenden Lektorats von Scriptmanufaktur ist mein Roman Januar 2016 erschienen. Das Cover übernahm der wunderbare Grafiker James von goonwrite. Danke!

Mehr zum Buch „Der Bund der Zwölf“ gibt’s hier!