Steckbrief

22044_221772069613_6758683_n

Das Licht der Welt erblickte ich am 8. Mai 1966 im andalusischen Córdoba. An dem Tag muss es verflucht grell gewesen sein, noch heute erzählt meine Mutter, dass bei meiner Geburt mindestens 40 °C geherrscht haben. Die ersten Monate meines Lebens verbrachte ich in der Calle de Flores im ehemaligen jüdischen Viertel. Danach ging’s zurück in den Schoß meiner französischen Familie auf die Atlantikinsel Oléron. Ich stamme aus einer Hotelier-Familie, und so waren die ersten Jahre von Geschrei in der Küche, Tellergeklapper und leckerem Käse geprägt (um mich während der Stoßzeiten bei Laune zu halten).

Zeitungszitat4

Im Alter von neun Jahren verschlug mich die Liebe meiner Mutter zu einem deutschen Mann nach Mainz. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch nie Häuser bis zum Horizont gesehen und dachte, dass Schnee rosa ist. Die ersten Jahre waren nicht ganz einfach, zumal ich die Sprache nicht verstand, erst recht kein Meenzer Gebabbel. Doch Kinder sind zum Glück anpassungsfähig, und so habe ich die Schulzeit wundersamerweise heil überstanden. Nach dem Abi habe ich Slawistik, Romanistik und Politikwissenschaften in Mainz und Heidelberg studiert. Danach ging ich in die Werbung, weil mich der kreative Aspekt gereizt hat. Nach 15 Jahren hatte ich genug von der Welt des schönen Scheins und beschloss, meinen Kindheitstraum wahr werden zu lassen. Nämlich Geschichten zu schreiben, die mitreißen, berühren, amüsieren und zum Nachdenken anregen. Seit 2008 bin ich als Autorin und Übersetzerin tätig. Im März 2008, als das eBook noch in den Kinderschuhen steckte, habe ich ein Experiment gewagt. Ich habe in Eigenregie Teile meiner späteren SF-Krimi-Reihe Sektion 3/Hanseapolis als eBook herausgebracht und auf meiner Website vertrieben. Um das Medium für den Leser attraktiver zu gestalten, habe ich interaktive Mouseover-Funktionen eingeführt. Ein Vorläufer des so genannten Enhanced eBooks. Fuhr man mit dem Cursor über besonders gekennzeichnete Stellen, wurden die Gedanken der Protagonisten, Illustrationen sowie technische und gesellschaftliche Informationen in einem separaten Fenster sichtbar. Diese Technik entstand aus der Überlegung heraus, dass im realen Leben die Gedanken der Menschen unsichtbar sind und diese ihnen durch aktives Zutun entlockt werden müssen.

Zeitungszitat1

Die Idee kam nicht nur bei den Lesern gut an, sondern auch beim Hamburger ACABUS-Verlag, der sich anbot, meine SF-Krimi-Reihe Sektion 3/Hanseapolis herauszubringen. Meine Hommage an die wunderbare Stadt Hamburg. So erschien im Juli 2009 mein erster Roman Schlangenfutter. Im Mai 2010 kam Band 2 Schattenspiele heraus, 2012 dann Band 3 Präludium, dessen Besonderheit darin besteht, dass er auf den 24 Präludien von Frédéric Chopin aufbaut. Musik ist neben dem Schreiben meine große Leidenschaft. Deshalb spielt sie in meinen Geschichten immer wieder eine Rolle.

Ende 2012 habe ich anlässlich der Frankfurter Buchmesse die erste Episode der SF-Krimi-Reihe ISAR 2066 herausgebracht, eines Ablegers meiner Hanseapolis-Reihe, der im Münchner Umland spielt. Seither sind fünf Episoden erschienen. Außerdem sind in diversen deutschen und österreichischen Verlagen Kurzgeschichten aus dem Fantastik-Genre von mir erschienen sowie eine Stellaris-Geschichte im Perry Rhodan-Heft 2686.

Zeitungszitat3Zu meiner großen Freude wurde ich 2010 von der Berliner Senatsverwaltung in die Expertenjury des Förderwettbewerbs „Evolving Books – Digitaler Mehrwert für Bücher“ berufen. 2012 nahm ich an einem Kreativ-Workshop des Fraunhofer Instituts teil, um mit Experten über diverse Zukunftsszenarien zu diskutieren. Die dazugehörige Studie “Szenarien für die Gigabitgesellschaft” ist 2013 als Buch erschienen.

2013/2014 habe ich das Lektorat des französischsprachigen Fantasyromans Opération Cheesestorm des Schweizer Autors Mani D. Bädle übernommen, anschließend habe ich das Werk ins Deutsche übersetzt. 2015 war die Fortsetzung an der Reihe: Apocalypse Parade.

Mein aktueller Roman ist wieder im Fantastik-Genre angesiedelt. Allerdings spielt er nicht in der Zukunft , sondern in der Vergangenheit, genauer gesagt, im Paris der Zwanziger Jahre. Im Mittelpunkt steht – wie könnte es anders sein – ein geheimnisumwittertes Orchester. Mehr >>

Miriam_Kombi